Damit du den richtigen Saugroboter kaufst

Es klingt so verlockend. Eine eigene Putzfrau. Man selber geht zur Arbeit und wenn man nach Hause kommt, ist die Wohnung sauber. Das können sich nur die wenigsten von uns leisten. Und dann kamen Saugroboter. Anfangs haben wir die Dinger alle etwas belächelt. Aber heute steht fest, die Robotik ist ein riesen Markt. Und auch Saugroboter scheinen mittlerweile ausgereift zu sein. Sie putzen nicht die ganze Wohnung. Aber zumindest braucht du nicht mehr saugen. Schonmal ein Vorsprung, oder?

Beliebte Saugroboter Marken

Niemand kann sich davon freisprechen die eine oder andere Lieblingsmarke zu haben. Und so wird es dir irgendwann auch bei Robotern gehen. Oft ist es die Marke mit der man angefangen hat. Deshalb möchte ich dir hier ganz am Anfang ein paar Marken vorstellen. Vielleicht hast du ja jetzt schon eine gewisse Affinität zu einer Marke, die du dir dann genauer ansehen möchtest.

Die beiden großen

Der Markt wird geprägt von zwei Größen: iRobot und Ecovacs. Mit über 30 Jahren Erfahrung gehört iRobot mit Firmensitz in den Vereinigeten Staaten zu den unangefochtenen Platzhirschen in dem Bereich der Robotic. Der erste Roomba Staubsaugerroboter fuhr bereits 2002 durch die ersten Wohnungen. Der Ausgangspunkt des Unternehmens waren Forschungsarbeiten welche die drei Gründer am MIT durchgeführt haben. Nach diesem Start hat sich iRobot heute zum weltweit führenden Hersteller von Haushaltsrobotern entwickelt und verkaufte bereits über 30 Millionen Roboter.

Der direkte Konkurent auf dem deutschen Markt ist derzeit Ecovacs. Der chinesische Hersteller wurde 1998 gegründet. Die 2006 gegründete Tochtergesellschaft Ecovacs Robotics baute 2007 den ersten Saugroboter. Im asiatischen Markt ist Ecovacs heute Marktführer und ist auch weltweit unter den größten drei zu finden. Die Roboter von Ecovacs sind ausgereift, in vielen Varianten erhältlich und auch immer noch ein paar Euro günstiger als iRobot. Vor allem wenn du ein Gerät mit großem Funktionsumfang suchst, solltest du die Preise zwischen iRobot und Ecovacs genauer vergleichen.

Die Altbekannten

Wenn du schon immer eine Lieblingsmarke für Staubsauger hattest, werden die beiden Robotic Unternehmen wohl ehr spanisch vorkommen. Aber auch unsere altbekannten Hersteller von Staubsaugern haben bereits nachgelegt und Roboter auf den Markt gebracht. Neben Miele und Bosch spielt besonders Medion eine große Rolle. Vermutlich ist es nicht ganz einfach als Hersteller von Haushaltsgeräten einen Roboter zu entwickeln. Der Elektronik Spezialist Medion hat es da sicherlich schon etwas einfacher gehabt. In wie weit sich die geringere Erfahrung in der Robotic auf die Qualität der Saugroboter auswirkt, werden meine Reviews zeigen.

Der Experte

Alles begann mit einem Glücksgriff im Jahr 1980. James Dyson meldete ein Patent an und baute daraufhin 1983 den ersten Staubsauger. Das Model bekam gleich Kultstatus, gewann diverse Designpreise und glat als Statussymbol. Dieser Raketenstart ermöglichte die Gründung der Firma Dyson im Jahr 1993.

Wir kennen Dyson heute in Zusammenhang mit allem was Luft bewegt. Und das auf erstklassigem Niveau. Die Geräte von Dyson sind teuer. Aber sie kommen erst auf den Markt, nachdem sie vollkommen Perfekt sind. So gehören sie immer zu den besten. So kam auch der erste Dyson Saugroboter sehr spät auf den Markt. Ob sich das Warten gelohnt hat?

Dyson Saugroboter
Der Saugroboter von Dyson kommt mit der bekannten Zyklon Technologie.

Nur Saugen oder auch Wischen

Roboter können heute Saugen, Wischen oder auch Fenster putzen. Auch wenn der Saugroboter der gängigste Haushaltshelfer ist, sind vor allem auch Wischroboter gar nicht so unüblich. Und auch die Kombination, also ein Saugwischroboter, findest du in jedem Laden. Ob du wirklich auch das Wischen an den Roboter abgegeben möchtest, solltest du dir gut überlegen. Denn für zwei getrennte Geräte fällt die Anschaffung auch gleich zwei mal an. Und auch die Kombigeräte sind alles andere als günstig. Die Wischleistung ist auch nicht so gut, dass du nie wieder wischen müsstest.

Hinzu kommt noch die Bodenart. Wir brauchen uns nicht darüber unterhalten, dass die Wischfunktion für dich nicht notwendig ist, wenn du hauptsächlich Teppichböden hast. Du hast nur Hartböden? Ok, dann frage dich trotzdem wie pflegeintensiv der Boden ist. Meine Erfahrung ist, dass die Wischfunktion selbst au unterschiedlichen Fliesen unterschiedlich ist. Und Parkett sollte auf jeden Fall von Hand gepflegt werden.

Du wirst in den Beiträgen die Wischfunktion besser kennenlernen. Damit kannst du dann abwägen, ob dein Boden auch für die feuchte Pflege durch den Roboter geeignet ist.

Das Navigationssystem eines Saugroboter

Mein erster “Spielzeug” Roboter fuhr zum Licht oder folgte einer schwarzen Linie. Das reicht für einen Saugroboter nicht aus. Denn es soll ja nicht nur vor dem Fenster gesaugt werden. Deshalb muss ein Saugroboter eine gewisse Navigationsfähigkeit mit bringen. Gerade hier zeigen sich die Preisunterschiede. Günstige Geräte haben eine Cjaotische Navigation. Dabei fahren sie gerade aus, bis sie auf ein Hindernis stoßen. Hier wird eine andere Richtung eingeschlagen. Irgendwann hat der Roboter dann zufällig die ganze Wohnung gereinigt. Oder auch nicht.

Fahrweg des Roomba 900
Die Berechnung des Fahrweges gehört zu den Herzstücken der Robotertechnologie. Sie ist ein Hauptkriterium für die Qualität eines Saugroboters.

Das muss so aber nicht sein. Denn in das Thema Navigation stecken die Entwickler immer mehr Intelligenz. Unterschiedlichste Sensoren helfen dem Roboter dabei die Umgebung zu erfassen und eine Karte der Wohnung zu erstellen. Daraus werden dann die optimalen Fahrwege ermittelt. Die Art der Sensoren und die Qualität der Fahrwege macht einen großen Anteil beim Preisunterschied der Geräte aus. Aber genau das entscheidet auch darüber, wie viel Ecken du noch von Hand saugen musst.

App Steuerung oder Smart Home Integration

Durch die ausgeklügelten Fahrwege werden mehr oder weniger alle Bereiche der Wohnung abgefahren. Ein Knopfdruck würde also genügen um die Reinigung der Wohnung zu starten. Aber das reicht uns nicht mehr. Unser Phone ist Smart, unser Home auch. Und auch der Saugroboter soll da nicht außen vor bleiben. Du weißt am besten wie du deinen Roboter steuern willst. Dann suche dir einen aus, der genau auf das Kommando hört.

App Steuerung des Roomba
Die Roomba S Serie wird per App gesteuert.

Mein Ozmo wird per Smartphone App gesteuert. Hier kann ich genau einstellen, wann was gemacht werden soll und kann die Aufgaben jederzeit kontrollieren. Für mich genau das richtige. Dafür hört mein Gerät nicht auf Google oder Alexa. Ich kann mir vorstellen, dass auch das sicherlich witzig ist und eigentlich ist es schon schade, dass ich das Licht, den Fernseher und die Heizung per Sprachbefehl steuern kann, den Staubsauger jedoch nicht. Das Feature war mir aber nicht so wichtig und so habe ich zugunsten anderer Dinge darauf verzichtet. Wie wichtig ist es dir?

Am Ende ist der Boden durch einen Saugroboter sauber

Trotz aller möglichen Finessen haben alle Saugroboter das gleiche Ziel: Den Boden zu saugen. Wenn das auch für dich die Hauptsache ist, kannst du viel Geld sparen. Bei mir kommt aber immer noch das Kind in mir durch und das will auch was zum spielen haben. Deshalb ist für mich ein Saugroboter mehr als nur ein Haushaltsgerät. Nur den Boden zu reinigen ist nicht seine einzige Aufgabe. Er soll mich auch unterhalten. Sei dir sicher in wie weit dein zukünftiger Saugroboter dich unterhalten soll. Nicht, dass ihr euch nicht versteht.